ZEITSCHRIFT FÜR RUNDFUNKTECHNIKER - FUNKSCHAU DES MONATS - MAGAZIN FÜR DEN BASTLER

13. JAHRGANG APRIL 1940, NR.

EINZELPREIS

PFENNIG

Aus dem Inhalt:

Schaltungsfragen der Schwundregelung

Die Berechnung von Wechlelltromgrößen

Wir verbellern den permanentdynamiichen Kofter-Lautliprecher

Vorlchläge für den Entwurf eines neuzeitlichen Röhrenprüigerätes

Neue FUNKSCHAU-Bauanleitungen: Stahlröhren-Dreikreiler für Wechlelltrom Ein vielleitiges Meß- und Prüfgerät

Fernlehverluche ohne Fernlehlender

a ar

Empfänger-Enditufen als Störlender? Trockenbatterien halten länger / Die Lang- [pielplatte ilt da

Nicht nur elektrilche Prüfungen, londern auch [ehr lorgiältige machaniicha Kontrollen lind notwendig, um Rundfunkempfänger hoher Leiltung und unbedingter Zuverläflligkeit zu bauen, wie lie Deutichland heute bevorzugt ins neutrale Ausland liefert. Vor allam die Lätltellen mülfen genau geprüft werden. Dem Icharlan Blick des Spazialarbaitern entgeht keine „kalt“ | galötete Verbindung. (Werkbild)

Batterie-Stahlröhren für Trockenelement- Heizung / Schliche und Kniffe

Bauanleitungen der FUNKSCHAU

Um unferen Lefern die Beftellung früherer FUNKSCHAU-Hefte zu erleichtern, in denen beflimmte Bauanleitungen enthalten find, wiederholen wir nachftehend unfere tabellarifche Überficht über die feit Anfang 1938 erfchienenen Empfänger- und Verftärker- Bauanleitungen. In diefe Tabelle find neben der Röhrenbeftückung die wichtigften technifchen Eigenfchaften eingetragen die Auswahl ift damit befonders leicht gemacht. Zufatzgeräte, Meßgeräte und dgl. enthielt Heft 2 in ähnliher Zufammenftellung. Bezug der Hefte für je 15 bzw. 30 Pfg. zuzügl. 4 bzw.8 Pfg. Porto vom FUNKSCHAU-Verlag, München, Luifenfir. 17.- Poftfchec : München 5758 (Bayer. Radio-Ztg.)

Zahl der Röhren (gefamt)

jo} a” @a@a nn

3

a a 9 ve a 22939 a m SS sn

|

Zahl der Kreife

JS @®2 DD»

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= 2

3

DB I I ss AA MD DD mi

Name des Empfängers

Aperlod. Antennenverftärker Univerfal-Breitband-Verftärker

KW-Empfänger mit umfcalt- baren Spulen

Mod. Vorkämpfer-Superhet Dreiröhren-Allwellenempfäng. Gral, Zwei-Sender-Empfänger Kurzwellen-Superhet Weltmeifter Wectfelftromverftärker

mit? AD Transatlant

Zweikreis-Cregentekter

Dreikreis-Stahlröhren- empfänger Rekordbrecer-Sonderklafle

Gral Ii,Vier-Sender-Empfänger

Aperlod, Antennenverftärker Spar-Einkreiier KW -Super-Vorfatz

Einkreifer mit U-Röhren

Kleinempfänger für Reife und He

Drucknopfpult Mikrophon-Kotterverftärker MPV 3/3 Mifchpuliverftärker

9-W-Ge pr @Breitheng, e Sparfame Breitband-Endftufe

Leiftungsfähig. Alllrom-Zweier

Der Richtige (Ortsempfänger für Gleichftrom)

Zwei-Sender-Empfänger Spar-Einkreifer mit V-Röhren Der Sparfame Zweikreis-Koffer

KW-Dreier mit V-Röhren Dreiröhren-Superhet Meifterftück

Rekordbrecher-Sonderklaffle Super mit roten Röhren

Begent, neue Ausführung

Kleinempfänger für Reife and Sport Empfänger für das Motorrad

Koffer-Superhet

Geradeaus oder Superhet

Röhrenbeftückung

Wellen- bereiche

1. Wechlelltromempfänger

Geradeaus ] AF 7, 354 M,L Geradeaus | EF 12, EL 12, 2004 M,L Geradeaus | AF 7, AL4, AZ1 4XK Super ECH 11, ECL 11, AZ 1 M,L Geradeaus | AF 3, AF7, AL4, AZ1 4+XKM,L Geradeaus | EF 11, EBC 11, EL 11, AZ 11 ° M,L Super AK2 AF7, AF7, AL 4, AZ1 4XK Super ECM EBF 11, EFM 11, EL 11, |3XK,M,L Geradeaus | AC 2, AC 2, 2XAD 1, 2XAZ 1 M,L Geradeaus | AH1,AF7,ABZAF7,AD1,AZ1|4XK,M,L Geradeausa } AF3, AF 7, AL 1, 2XAD 1, 20014 M,L Geradeaus | EF 18, EF 12, EB 11, EFM 11, M,L EL 11, AZ 11 Super AKZAF3, AB, AMZAL4,AZII K,M,L Geradeaus | EBF 11, ECL 11, AZ 11 M,L 2. Allltromempfänger Geradeaus | VF7, VY 2 M,L Geradeaus | VF7, V1.1 M,L Super CK 1,CY1 3XxK Geradeaus | UCL 11, UY 11 M,L Geradeaus | VCL 11, VY 2 M,L Super CK 1,CB2 M,L Verftärker | CF 7, CL4,CY 2 _ Verttärker | CC2,CC2 CC23CYı1 _ Verftärker | 2XCL4CY2 _ Verftärker | 2X VL4 AZ1 _ Geradeaus | CF 7, CL4,CY 1 K,M,L Geradeaus | CB2,CC 2, CL4 M Geradeaus | VF7, VL4, VY1i M,L Geradeem | VF7, VL4, VY 1 M,L Geradeaus | VF 7, VF 7, VL4 M,L Geradeaus | VF7, VF7, VL1 M,L Geradeaus | VC1,VC 1, VL1,VY 1 EXK Super CK 1, CH 1, CL 4, CY 1 M,L Super BERN: EBF 11, EFM 11, CL 4, K,M,L Super | cK 1,CF 3,CB2,0£M2,CL4 | K,M,L Super EK Auer 9, EBC 3, EM 1, CL 4, K,M,L Super CK 1, CF 3, CF 3, CEM 2, CB 2, K,M,L CL4CY1 3. Batterieempfänger Geradeaus | KC 1,KC1 K,M,L Geradeaus | EF 11, EBC 11, EDD 11 M,L Super KK 2,KF4,KC 1, KC3, KDD i M,L

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Doppelte Bandbreitenregelung, Gegenkopplung

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2) Preis diefes Heftes 30 Pfg. zuzügl. 8 Pfg. Porto.

Größe: 16,5x13X93 cm

Kofferform; Batieriefpelfung Eingebauter Rahmen

Erf&ienen in FUNKSCHAU Nr. | Jahr 5 1939 11) 1940 14 1938 2,31) | 1940 26,27 | 1939 14,15 | 1990 39 1938 20,21,24| 1939 12,18 | 1938 4,22 | 1938 5 1988 4!) 1940 18 1939 31) 1940 5 1939 47 1938 30 1938 21) 1940 21) 1940 y 1998 26 1938 BE 22,30 | 1039 16 1938 50 1938 5 1938 p 7} 1938 q 1939 21) 1940 | B 1939 28 1939 15 1935 | 23 1938 s | 198 | 48,49 | 1998 p +) 1939 11 1998

Die FUNKSCHAU erIchaint monatlich einmal, Einzelpreis 30 Pfennig. Bezug durch Polt, Buchhandel, Rundfunkhandel oder unmittelbar vom Verlag für vierteljähri. 90 Pfg. zuzüglich der ortsübl. Zultellgebühr. Jahrasbezug nur durch den Varlag3.60RM. zuzüglich Zultellgebühr.

13. JAHRGANG APRIL 1940

FUNKSCHAU

HEFT u

Schaltungsfragen der Schwundregelung

I. Über Gitterltrom im allgemeinen und Gittervorlpannung der Regelröhren im besonderen

Von den vielfältigen Sonderiragen der Superhetfchaltung kommt dem Auibau und der Bemefiung des Regelteiles eine beiondere und für die Stabilität des Empiängers wichtige Bedeutung zu. Wie die Schwund- und Laut- ftärkeregelung arbeitet, ihre grundiätzlihe Wirkungs- weile und die verfchiedenen Schaltmöglichkeiten ver- zögerte und unverzögerte Regelung, Vorwärt- und

Muß die Regelröhre eine Grundgittervoripannung erhalten?

Es ift intereflfant, zu unterfuchen. ob jede Regelröhre einen Ka- (hodenwiderftand benötigt, und demgemäß die Frage zu beant- worten: Muf3 man bei einer Regelröhre unbedingt eine Grund- gittervorfpannung vorfehen, und welche Vor- und Nachteile er- veben fich, wenn man wie dies heute oft der Fall ift auf einen Kathodenwiderftand verziditet? Vom rein datenmäßigen Standpunkt aus, das heißt unter Zugrundelegung der von den Röhrenfirmen feitgefetzten Röhrenwerte, muß die Notwendigkeit einer Gittervorfpannung zwar von vornherein pofitiv beantwortet werden, denn für jede Regelröhre ift ein normaler Arbeitspunkt von Uz, = 2 Volt vorgefehen und ein entfprechender Kathoden- widerftand angegeben. Nun ift es aber fo. daß diefe Betriebsdaten für den Konftrukteur in erfter Linie Richtwerte daritellen. Bei der Ent- wicklung und Bemeflung einer Empfängerf&haltung

Regeiröhre

Regelsponnungs- Zweipolstrecke

Bild 1. Durch den Gitterfirom bzw. durch den Anlauffrom entfichen an den Ableitwider- ftänden bzw. am Belaftungs- widerftand der Zweipolröhren- ftrecke Spannungsabfälle, die als negative Gittervorspannung wirkfam werden.

find jedoch vielerlei Einflüfle zu berückfichtigen, die von Fall zu Fall gewille Abweichungen verlangen. Dabei muf5 natürlich von vorn- herein fireng darauf geachtet werden, daß die Grenzdaten der Röhren, foweit fie zur Vermeidung von Überlaftungen feftgefetzt find, nicht überfchritten werden. Bei der Gittervorfpannung han- delt es fih aber nicht um einen Grenzwert, fondern um einen Betriebswert. den man aus Verzerrungsgründen feftlegt, um zu verhindern, daß bei der Verftärkung Gitterftrom auftritt, der infolge feiner dämpfenden Wirkungen zu Verzerrungserfcdheinun- gen Anlaß geben ken, So gilt es heute im allgemeinen als ein Grundfatz der Verftärkertecnik. daß ein Arbeiten im Gitter- ftrombereih, d. h. rechts vom fog. ‚Gitterftromeinfatzpunkt‘“, unbedingt vermieden werden muß und eine entfprechende negative Gittervorfpannung das Hinfteuern der Spannungsfpitzen der Gitterwechfelipannung zu verhindern hat. Die folgenden Überlegungen werden uns jedocdı zeigen, daß man darin kein ftarres Dogma zu fehen hat und für den befonderen Fall der geregelten Röhren Ausnahmen durchaus zuläflig find. Solange nämlidh durdı eine Verkleinerung der Gittervorfpannung die zu- läffigen Röhrenbelaftungen nidıt überfcdhritten werden. beftehen dagegen von der Röhrenfeite aus keine grundfätzlichen Bedenken, fondern die Angelegenheit ifi vielmehr nach klanglichen Gefichts- punkten, d. h. allein danadı zu entficheiden, ob man die entftehen- den Verzerrungen in der Wiedergabe für tragbar hält.

Regelröhren arbeiten heute vieliach ohne Kathodenwiderftand.

Wenn wir uns die Schaltung der Induftrie-Empfänger etwas genauer betrachten, fo vermiflen wir, wie bereits erwähnt, befon- ders bei neueren Superhets heute oft die Kathodenwiderftände bei den Regelröhren, und es fcheint auf den erften Blick fo, als ob diefe Röhren ohne Gittervorfpannung arbeiten, d. h. von der Gittervorfpannung Null an zu regeln beginnen. Tatfächlich ift aber immer eine gewifle negative Vorfpannung vorhanden, wie wir noch genauer fehen werden, denn der Gitterftrom felbft er- zeugt an den Ableitwiderftänden einen Spannungsabfall.

Rückwärtsregelung ufw. —, das alles wurde bereits mehriach ausführlich befprochen '). Die folgenden Aus- führungen follen einmal eingehender praktifche Schal- tungsiragen behandeln, die zur Erzielung der angeftreb- ten günftigfien Regelwirkung unter den Gefichtspunkten der Verzerrungsireibeit und der Schaltungsvereinfachung befiondere Beachtung erfordern.

Warum verzichtet man aufi den Kathodenwiderftand?

Für den Verzicht auf den Kathodenwiderftand können ver/chie- dene Umftände f{precen. In erfter Linie wohl die dadurdı erziel- bare Schaltungsvereinfachung und Schaltmittelerfparnis (Katho- denwiderftand und Kathodenkondenfator), mitunter aber audı die durch das Arbeiten bei kleinerer negativer Vorfpannung er- zielbare höhere Steilheit. Schließlich bedingt noch die Tatfache der Verwendung von Verbundröhren, insbefondere der neuen EBF 11, wegen der Verkopplung des Zweipolteiles mit dem regel- baren Verftärkerfyftem die Notwendigkeit befonderer Schaltmaß- nahmen, um Gittervorfpannung und Verzögerungsfpannung mit- einander in Einklang zu bringen). Hierbei findet man auc oft Schaltungen, bei denen die Gittervorfpannung für die Regel- röhren an einem gemeinfamen Widerftand, z. B. im Netzteil, ge- wonnen wird (ausführlicheres darüber im Schaltungsteil).

Auch ohne Kathodenwiderfiand ift fiets eine negative Gittervor- fpannung vorhanden.

Verzichtet man auf einen Kathodenwiderftand und damit auf eine zufätzliche Gittervorfpannung, fo muß man natürlich von vorn- herein damit rechnen, daß die Röhre zumindeft im Anfang der Regelung im Gitterftrombereich arbeitet. Wie bereits erwähnt, ifl aber die zunächft naheliegende Annahme. daß man dann bei der Gitterfpannung Null und demzufolge mit einem fehr hohen Gitter- ftrom zu arbeiten beginnt, irrig. Wie Bild 1 zeigt, entfteht durch den Gitterftrom an den Ableitwiderftänden, d.h. am Siebwiderftand und am Zweipoliirecken-Belaftungswiderftand, ein Spannungsabfall, der fo gerichtet ift, daß er für das Steuergitter der Regelröhre eine negative Vorfpannung darftellt. It die Röhre unverzögert geregelt, fo kommt dazu noch ein Spannungsabfall am Bela- ftungswideritand der Zweipolröhre, der durch den Zweipolröhren- Anlauffirom erzeugt wird. Mt die Regelung durch eine negative Zweipolröhren-Vorfpannung verzögert, dann fällt natürlich diefe zufätzliche fog. Anlauffpannung fort, weil im verzögerten Bereidh kein Zweipolftreckenftrom fließt.

Rechts: Bild3. Der Zweipolröhren - An- lauffirom erzeugt am Belaftungswiderftand einen Spannungsab- fall (Zweipolröhren- anlauffpannung).

Zweipolstrecken- anlaufspannung

Bild 2. Die Eigengefhwindigkeit der aus der Kathode austretenden Elektronen

ergibt den fogen. Gitter- oder Anoden-(Zweipolröhren)-Anlaufftrom. Es handelt

fih um eine Strombewegung, für die keinerlei pofitive Gitter- oder Anaden-

fpannung erforderlich ift. Die Elektronen können fogar gegen negative Span- nungen anlaufen.

Was verfieht man unter Anlauiftrom und Anlaufipannung?

Von den Ausdrücken ‚„Anlaufftrom“ und ‚‚Anlauffpannung‘“ wird in der Umgangsiprache des Funktechnikers viel Gebrauch gemacht, ohne daß fich jeder etwas Anfchauliches darunter vorftellt. Es ift daher zweckmäßig, diefe Begriffe bei diefer Gelegenheit nochmals genauer zu erklären.

Als Anlaufftirom bezeichnet man ganz allgemein den Elektronen- itrom, der von der Kathode an ein Gitter bzw. an die Anode ge- langen kann, ohne daß an diefen Elektroden eine pofitive Span- nung gegenüber der Kathode vorhanden ift. Ja. es kann fogar

1) Siehe die Auffätze von Bergtold in FUNKSCHAU 1939, Heft 24, 26 und 35. ?2) Siehe FUNKSCHAU 194, Heft 2: Superhet-Schaltungen ohne NF-Stufc.

50 Heft 4

(9a 7 48 Uplu EBEN EFMM EEF® 3% ECHN. Ip-riw) y Mr lg = Flüg) = Flip Bet 20 ] Ri

Bild 4. Anlaufftromkurven ver- fchiedener Regelröhren der ‚„Har- monifchen Serie“. Sie ftiellen den Zufammenhang zwifchen Gitter- bzw. Zweipolröhrenftrom (Ig bzw. Id) und Gitter- bzw. Zweipolröh- renipannung (Ug bzw. Uda) dar.

Bild 5. Anlaufftromkurven im linear log- arithmifhen Maßiftab dargeftellt. Im fog. „Anlaufftromgebiet“ zeigt die Kurve Ex- ponentialcharakter. Sie ift in diefer Dar- ftellung daher eine Gerade. Der Raum- ladungseinfluß verringert die Stromftärke und ergiht mit zunehmender Stromftärke abweichenden Kurvenverlauf.

ein Elektronenfirom zum Gitter bzw. zur Anode fließen, obwohl dort eine negative Spannung gegenüber der Kathode wirkfam ift. Durc einen einfachen Verfudı kann man fich ohne weiteres von diefer Tatfache überzeugen. Man fchaltet zwifchen Anode und Kathode oder zwiflchen Gitter und Kathode (Bild 2) einer indirekt geheizten Röhre einen empfindlichen Strommefler (Meßbereich etwa 2 mA) und wird feftfiellen, daß diefer einen Strom- von einigen Zehntel mA anzeigt. Diefer Stromfluß, der dabei fchein- bar ohne Spannung vor fich geht, ift darauf zurückzuführen, daß durch die Heizung der Kathodenoberfläche die Elektronen aus der Kathode mit verfchieden großen Gefchhwindigkeiten austreten. Die meiften Elektronen befitzen eine Austrittsgefchwindigkeit, die es ihnen gerade ermöglicht, dem Anziehungsbereich der Ka- thodenoberfläche zu entrinnen. Einzelne find aber auch darunter, die höhere Gefchwindigkeiten befitzen. Diefe find dann in der Lage, nicht nur zur Anode bzw. zum Gitter zu gelangen, wenn dort eine pofitive Spannung wirkfam ift; fie können fogar nega- tive Spannungen überwinden. Die Zahl der Elektronen mit höhe- ren Gefchwindigkeiten nimmt jedoch nach dem Gefetz der Wahr- Icheinlichkeit logarithmifch, alfo fehr rafdı ab. Dementfiprechend finkt auch der Anlaufftrom mit wachfender negativer Gegenfpan- nung fehr rafch. Die elektromotorifche Kraft diefer Strombewe- gung ift alfo die Eigengefchwindigkeit der aus der Kathodenober- fläche kommenden Elektronen. Bekanntlich kann man ja die Elek- tronengefchwindigkeit v audı in Volt ausdrücken (Beifpiel: Bei v = 594 km/fek. beträgt die Spannung 1 Volt).

Schaltet man nun an Stelle des praktifch widerftandslofen Strom- meflers einen hohen Widerftand zwifthen Anode und Kathode, fo wird fidı der Anlaufftrom natürlich entfprechend verringern. Die elektromotorifche Kraft der Anlauffpannung ift ja durch die Austrittsgefchwindigkeit der Elektronen gegeben, und die Größe des Anlaufftromes ergibt fidh dann naturgemäß aus den Wider- ftänden, die er zu überwinden hat. Wenn aber nur ein merkbarer äußerer Widerftand zwifchen Kathode und Anode vorhanden ift, fo wird natürlich an diefem ein Spannungsabfall durh den An- laufftrom hervorgerufen. Da die Elektronen über den äußeren Widerftand von der Anode zur Kathode abfließen, fo erzeugen fie eine äußere Spannung, deren Minuspol an der Anode bzw. am Gitter und deren Pluspol an der Kathode liegt (Bild 3). In diefem Falle laufen alfo die Elektronen tatfäclich gegen eine negative Spannung an. Wenn man in der Schaltungspraxis von Anlauffpannung {pricht, fo meint man immer diefen Spannungs- abfall am. äußeren Widerfiand.

Praktifch läßt fich das Anlaufftromgebiet nicht genau begrenzen, da es, wie ipäter noch Bild 5 zeigt, in das fog. Raumladungsgebiet übergeht, in dem die Stromftärke immer mehr durch die im Raum zwifchen Kathode und Gitter befindlichen Elektronenladungen beftimmt wird. Man kann fagen, daß diefer Raumladungseinfluß bei etwa 0,01 mA deutlich merkbar wird. Anlaufftrom und Anlauffpannung find nebenbei bemerkt audı rein phyfikalifch intereflant, denn fie zeigen uns die Möglichkeit einer unmittelbaren Umwandlung von Wärme in Elektrizität (Thermowirkung ähnlich wie beim Thermoelement).

Die wirkfame Vorlpannung läßt lich aus Anlaufftrom-Kennlinien beftimmen.

Will man fich über die Höhe der am Gitter der Regelröhren auf diefe Weife wirkfam werdenden negativen Vorfpannung ein Bild machen, fo kann man dies in einfacher Weife auf graphifchem Wege mit Hilfe der Gitterftrom- bzw. Zweipolftreken-Stromkenn- linie, kurz als „Anlaufftrom-Kennlinie‘“ bezeichnet, und der den äußeren Widerftänden entfprechenden Widerftandsgeraden. Man fchlägt dabei einen ähnlichen Weg ein, wie bei der bekannten zeichnerifchen Darftellung der Vorgänge im Anodenkreis mit Hilfe des Ia-U.-Kennlinienfeldes und der Widerftandsgeraden. An Stelle der Ia-Ua-Kennlinien benötigt man jedoch entfpre- chende 1,-U,- bzw. Ia-Ua-Kennlinien. Für die heute gebräuchlichen Regelröhren der ‚„Harmonifchen Serie‘ finden wir foldhe Kenn-

linien in Bild 4 dargeftellt. Dabei ift aber zu berückfichtigen, daß es fih um Kurven handelt, die durch Meflungen an Einzelröhren gewonnen werden. Röhren gleichen Typs können hiervon, durdı die Fabrikationsftreuung bedingt, gewifle Abweichungen zeigen!). Diefe Kennlinien zeigen im Anlaufftromgebiet einen ausgeprägten Exponentialcharakter.

Trägt man die Kennlinie im linear-logarithmifchen Maßftab auf (Spannungsteilung gleihmäßig Stromteilung logarithmifch), fo erhält man daher im Anlauffiromgebiet eine Gerade, d. h. alfo der Strom nimmt dem erwähnten Wahrfceinlichkeitsgefetz ent- fprechend mit wachfender negativen Vorfpannung logarithmifch ab (Bild 5). Er wird daher fehr bald einen äußerft geringen Wert erreichen, und bei einer negativen Gittervorfpannung von einigen Volt könnte man die Mebftonen bucftäblich zählen, die ans Gitter gelangen.

Um dies an einigen Zahlen anfdıaulida zu machen, fei erwähnt, dafs beim Gitterftromeinfatz in der Sekunde immerhin 3 Billionen Elektronen ans Gitter gelangen. Bei 2 Volt ift ihre Zahl (dıon ftark gefunken, beträgt aber immer noch rund 300 Millionen. Bei etwa 4 Volt lind es aber nur noch 100 in der Sekunde und bei —5 Volt Vorfpannung müßte man fchon etwa 1Y, Minuten warten, bis fidı ein Elektron mit genügend hoher Eigengefchwindigkeit vorfindet, das imftande ift, gegen diefe Vorfpannung anzulaufen. Man fieht alfo, daß die Bezeichnung ‚Gitterftromeinfatzpunkt‘ bzw. „Zweipolftromeinfatzpunkt‘‘ eigentlich etwas unglücklich ge- wählt ift. Bei jener negativen Vorfpannung, die man als Gitter- ftromeinfatzpunkt oder Zweipolftromeinfatzpunkt bezeichnet, be- ginnt nämlich nicht etwa plötzlich Strom zu fließen, vielmehr erreicht der Gitterftrom bzw. Zweipolröhrenftrom einen Wert, der idıon einigermaßen merkbar und mit empfindlicdıen Inftrumenten nachzuweifen ift. Wählt man ein noch empfindlicheres Inftrument, z. B. ein Spiegelgalvanometer, fo kann man einen Gitterftrom auch: noch bei höheren negativen Vorfpannungen nadıweifen. Bei einer Gittervorfpannung von —2 Volt fließt beifpielsweife ein Gitterftrom, der Bruchteile eines unA beträgt.

Was man unter Gitterfiremeinfatzpunkt und Zweipolröhrenfirom- einfatzpunkt verfteht.

Praktifch hat man fich nun darauf geeinigt, den fog. Gitterfirom- einfatzpunkt bzw. Zweipolröhrenftromeinfatzpunkt bei jener Vor- fpannung anzunehmen, bei der ein Gitterfirom bzw. Zweipol- röhrenfirom von 0,3 »A fließt. Diefer Stromwert ergibt fich bei den heute gebräudlichen indirekt geheizten Röhren bei einer Spannung, die im Mittel zwifchen 0,6 und 0,9 Volt liegt, und für die als oberer Grenzwert der Streuung die Vorfpannung von 1,3 Volt feftgefetzt it. Nach unten zu liegt der Grenzwert bei zirka —0,2 Volt. Die oben gezeigten, an Einzelröhren gemefienen Kennlinien geben bereits ein gutes Bild von diefen durch die Fa- brikation bedingten Streuungen. Wenn es fich hierbei um verfdie- dene Röhrentypen handelt, fo können aber auch innerhalb einzelner Typen derartige Unterfchiede im Kennlinienverlauf eintreten. Man erfieht aber daraus, daß es daher wenig Zweck hat, Kenn- linien von Mittelröhren für eine genaue Beftimmung der Gitter- vorfpannungen zugrunde zu legen. Der Konftrukteur eines Serien- empfängers wird {ich vielmehr damit begnügen, den ungünftigften Fall zu betrachten, der, wie fpäter noch gezeigt wird, beim oberen Grenzwert des Gitterftromeinfatzpunktes anzunehmen ift. Da- gegen kann es unter Umftänden für den Selbftbau, wenn ein Gerät mit ganz beftiimmten Röhren aufgebaut wird, von Reiz fein, die Verhältnifle auf diefe Weife genau zu verfolgen. Es ift dann aber notwendig, die Ig-Uz- bzw. Ia-Ua-Kennlinien der benutzten Röhren zu meilen und mit der Widerftandsgeraden der verwen- deten Widerftände zum Schnitt zu bringen. Reicht die Empfind- lichkeit des vorhandenen Inftrumentes zur Aufnahme der Kenn- linie nicht aus, fo kann man fich fo helfen, daß man einen Punkt höherer Stromftärke, z. B. 0,01 mA (max. 0,03 mA) aufnimmt, und die Kurve mit der in Bild 5 dargeftellten Neigung, die für alle Röhren im Anlaufgebiet ziemlich gleich ift, im linear-logarith- mifchen Maßftab zeichnet. Daraus entnimmt man die Punkte klei- nerer Stromwerte und zeichnet die Kurven im vollinearen Maß- ftab. Für eingefleif'hte Mathematiker fei erwähnt, daß der fog. UT-Wert diefer Kennlinien (Spannungsänderung für eine Strom- änderung um das 2,/1fache) etwa 0,1 Volt beträgt. Am ein- fachften ift es, wenn man fich merkt, daß für eine Stromänderung um eine Zehnerpotenz eine Spannungsänderung von zirka 0,22 Volt erforderlich ift. |

Auf diefe Weife läßt fih die Vorfpannung der einzelnen Regel- röhren genau beftimmen, und daraus können Schlüfle auf die Zweckmäßigkeit des fich ergebenden Arbeitspunktes in bezug auf Verftärkung, Verzerrungen ufw. gezogen werden. So läßt fich aus der Schaltung vielleicht noch manches herausholen und eine optimale Wirkung erzielen. Wir wollen uns deshalb die Ermitt- lung der Gittervorfpannungen im nächften Heft einmal an eineın Beifpiel näher anfehen. Ludwig Ratheifer.

Zmei meitere Teile, die sich mit den Verzerrungen durch Gitters strom und mit Regelschaltungen der Praxis befassen, folgen in Heft 5 und 6 der FUNKSCHAU.

1) Die Lage der Gitterfiromkennlinie einer Verftärkerröhre wird außerdem noch urch die übrigen Elektrodenfpannungen beeinflußt.

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Het4 51

Die Berechnung von Wechlelltromgrößen

An den Funkfreund tritt oft die Notwendigkeit heran, Wechlel- Aromwiderflände auszurechnen, lei es, daß er die Verfärkung einer Stufe ausrechnen will, fei es, daß er irgendein frequenz- abhängiges Glied berechnen muß. Wenn er dann ein Funkhudı auffchlägt, findet er darüber hinaus etwas von „Vektorenrechnung“ oder irgendeine große umftändliche Formel, fo daß ihm das Grau- fen ankommt. Da läßt er lieber die Finger davon und verzichtet refigniert. 5

Es geht aber auch einfacher. Es ift durchaus nicht notwendig, daß man die höhere Methematik beherrfct, ja felbfi die Regeln der Algehra kann man ruhig vergefien hahen. Nur das Einmalecins muß man können, das ift alles. An Hand der nachfiehenden An- leitung kann jeder in diefe feheinbar höhere Sphäre eindringen.

Gleichftromgrößen zu berechnen ift leicht. Durdı Kapazitäten (Kondenfatoren) geht Gleichfirom nicht hindurch. Bei Selbfiinduk- tionen (Spulen) ift für Gleichfirom nur der Ohmfche Widerftand der Spule maßgebend. Für Gleichfirom kommt alfo nur die Be- rechnung des Ohmfchen Widerftandes in Betracht. Anders dagegen bei Wechfelftromwiderftänden: Hier wird die Berechnung etwas verwickelter.

1. Reihenfchaltung von Ohmfchen Widerftänden.

Bei Ohmfchen Widerftänden fpielt es keine Rolle, ob Gleidhftirom oder Wechfelftrom hindurchfließt. Die Berechnung ift die gleiche. Schaltet man Ohmfche Widerftände in Reihe (d.h. hintereinander), fo braucht man zur Berechnung des refultierenden Widerftandes nur ihre Werte zu addieren.

Beifpiel: Schaltet man einen Widerftand von 10 kQO und einen folchen von 50 k2 hintereinander, fo erhält man einen Gefamtwert von 10 —+- 50 k2 = 60 k2.

2. Parallelfckaltung von Ohmfchen Widerftänden.

Schaltet man zwei Ohmfche Widerftände parallel, fo muß man die Leitwerte addieren. Ein Leitwert ift der reziproke (umgekehrte) Widerftand. It R der Widerftand, fo ift r der Leitwert. Verein-

fachen kann man fich die Rechnung, indem man auf einer Waage-

Bild 1. Widerftand

von zwei parallel-

gefchaltefen Ohm-

fchen Widerftänden.

1 Teilftrich hedeutet lcm

rechten in beliebigem Abftand zwei Senkredite errichtet und auf diefen Senkredhten die Werte der Widerftände maßftäblidı auf- trägt (Bild 1). Die Spitzen der Senkrechten verbindet man mit der gegenüberliegenden Ecke der Waagerechten. Man erhält dann zwei fich kreuzende Diagonale. Fällt ınan vom Kreuzungspunkt der beiden Diagonalen ein Lot auf die Waagerechte, fo ergibt die Länge diefes Lotes einen Maßftab für den refultierenden Wider- ftand.

Beifpiel (fiehe Bild 1): Ein Widerftand von 8 kQ wird parallel zu einem Widerfiand von 5 kQ gefcaltet. Wie groß ift der refultierende Widerftand? Man errichtet auf einer Waageredhiten eine Senkrechte von 8 cm und eine Senkrechte von 5 cm. Nün verbindet man die gegenüberliegenden Punkte mit B und C mit A. Ein Lot von dem Schnittpunkt E auf die Waageredite A—B gefällt, ergibt die Linie E—F, die eine Länge von 3,1 cm hat. Der reful- tierende Widerftand beträgt alfo 3,1 kQ.

Nun kommen wir zur Berechnung von reinen Wechfelftromwider- ftänden. Der Wechfelftromwiderftand einer Spule und eines Kon- denfators ift abhängig von der Frequenz, die an ihn gelegt wird. Man kann den Wecdhfelftromwiderftand eines Kondenfators aus Bild 2 entnehmen, den Weclelfiromwiderfiand einer Spule aus Bild 3. Die Kapazität des Kondenfators bzw. die Selbftinduktıon der Spule muß natürlich bekannt fein.

3. Reihenfchaltung eines Ohmfchen Widerfiandes und einer Kapazität,

Schaltet man einen Ohmfchen Widerftand mit einer Kapazität in Reihe, erhält man den refultierenden Widerftand, indem man die Werte der Widerftände geometrifch addiert. diefem Zweck trägt man auf dem waagerechten Schenkel eines#@echten Winkels den Ohmfcdhen Widerftand, auf dem fenkrehhien Schenkel den kapazitiven Widerfiand auf. Verbindet man die dem Wert der Widerftände entfprechenden Punkte beider Schenkel des rechten Winkels miteinander, fo ergibt diefe Verbindungslinie (die die

Hypothenufe des entfiandenen rechtwinkligen Dreiecks ift) den refultierenden Wert der beiden Widerftände.

An Hand eines rechten Winkels, deflen beide Schenkel eine gleich- mäßige Einteilung (etwa nach Zentimeter oder Millimeter) tra- gen, kann man jederzeit leicht den refultierenden Widerftand ab- lefen, wenn man für den refultierenden Wert einen Maßftab glei- cher Größeneinteilung verwendet (fiehe Bild 4).

Beifpiel: Ein Kondenfator von 200 pF foll mit einem Ohmfcdhen Widerftand von 1 MQ in Reihe gefaltet werden. Wie groß ift der refultierende Wider- ftand: a) bei 50 Hz, b) bei 200 Hz, c) bei 800 Hz, d) bei 500 Hz?

Aus dem Diagramm Bild 2 kann man entnehmen, daß der Widerftand eines Kondenfators von 200 pF bei f 50 Hz = 16 MQS (genauer: 15,9 M2) groß ift. Bei 200 Hz beträgt der Widerftand des Kondenfators 4 M2, bei 800 Hz: 1 M@ und bei 5 kHz: 0,16 MD.

Verbindet man nacheinander die Punkte 16, 4, 1 und 0,16 auf der Senkrechten des umftehenden rechten Winkels mit dem Punkt 1 auf der Waagerechten, fo erhält man Längen von 16,1, 4,15, 1,4 und 1 cm. Da die Längenmaße der Schenkel in cm ausgedrückt find und in unferem Fall 1 cm einem Widerftand von 1 MD entfpricht, ergeben fich folgende refultierende Werte:

bei f== 50 Hz : 16,1 MQ beif= 800 Hz : 1,4 MQ

beif== 200 Hz : 415 MQ bei £f = 5000 Hz : 1,13 MQ@ Aus vorliegendem Beifpiel kann man erfehen, daß bei einer geo- metrifchen Addition der kleinere Wert vollkommen vernacläffigt werden kann, fofern er größer als zehnfach oder kleiner als !/,o des Wertes des anderen Widerftandes ift.

4. Reihenfchaltung eines Ohmfchen Widerfiandes und einer Selbftinduktion.

Diefer Fall kommt fehr häufig vor. Jede Spule hat nicht nur einen induktiven Widerftand, fondern auch einen Ohmfchen Widerftand, der für Wechielftrom als in Reihe gefchaltet mit dem induktiven Widerftand zu betrachten ift. Bei einer folchen Reihenfchaltung verfährt man wie im vorigen Abfchnitt. Den Widerftand der Selbtt- induktion entnimmt man aus Bild 3.

Beifipiel: Die Erregerwicklung eines dynamifchen Lautfprechers foll als Siebdroffel verwendet werden. Sie hat einen Ohmfchen Widerftand van 1000 Q und eine Selbftiinduktion von 10 H. Wie groß ift der Wechfelftromwiderftand: a) bei Einweg-Gleichrichtung, b) bei Vollweg-Gleichrichtung?

Bei Einweg-Gleichrichtung ift die Störfrequenz bei 50 periodigem Weditel- firom = 50 Hz, hei Vollweg-Gleichrichtung = 100 Hz. Der induktive Wider- ftand einer Spule von 10 H beträgt bei 50 Hz 3,14 kO, bei 100 Hz ca. 6,8 kQ. Hierzu ift der Ohmfche Widerftand von i kQ nach Bild 4 geometrifch zu addie- ren. Es ergeben fich für Einweg-Gleichrichtung 3,3 kQ, für Doppelweg-Gleidh- richtung 6,35 kQ.

5. Parallelfchaltung eines Ohmfchen Widerftandes und einer Kapazität.

Bei einer Parallelfhaltung eines Ohmfchen Widerftandes und einer Kapazität werden nicht die Widerftände, fondern die Leit- werte geometrifch addiert. Man muß alfo erft die Widerftände in

30 N \ N N y x I + SE SNNININIENININII | \ SISANSISESSHESSESKE > u SISIARKRSHENHFRER SS; = ZUIIANRANK HN I NIT N IR _RIISSANUNALUNI IN Re X} & SSIASSONISN IR SERNERT AR 22 IIIUIINN IN ION ZNRINIRUNNENRUNN I RS[N INT 1} F 50000 IN SSIISTIANERS a Tell 20000 \ NN NN NNNNÜN NRON) N ERTaS“ OD RS NRUNRUN SR anzeee ie 5000 N NNNNN £ R N m INNE wen NIUAN! SI I NIT N N 500 NNN NIS ISIN! NL LNT x 20 NN NRERNNNLIN 100 SITZE AIIUIIINIER 50 SUN STIER . AI ITSERIURINS a RSIIRERRUNNINRAN 5 ISRIRIADIS NINA NII 2 IIRAUNNUNIUANNANN: , NIIRUNRANRINRIN u INHILNINNINUANRN 02 I IN NSNNSNNNNN DE INIINININRANNAN 005 ITNELNILILIANUNN 603 BNESUSB NESZSERIERNSEN 02 i I, N 1. 7 I IK Hille RL WR Ks 12 51020 501002005001 2 4581020 50100200501 2 5020 5010 MHz khz MHı Frequenz

Bild 2. Wechfelftromwiderftand einer Kapazität (Kondenfator) in Abhängigkeit von der Frequenz.

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52 Heft4

Leitwerte verwandeln, diefe dann entfprechend dem Beifpiel im erften Abfchnitt geometrifch addieren. und dann den Leitwert in einen Widerftand zurückverwandeln.

Beifpiel: Ein Widerftand von | MQ se mit einer Heppgiät von 200 pfE parallel gefchaltet. Wie hoch ift bei: f = 50 Hz, == 200 Hz, f = 300 Hz, = 0 Hz der refultierende Widerftand?

en muß man die Widerftände in Leitwerte verwandeln. Der Leitwert für einen Widerftand von 1 MS ift - za: fator von 20 pF

10-%, der Leitwert für einen Konden-

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beif— 5042: 5 =: 0,063 - 10-0 beif= 20 Hz: - 005 1000 bei f 800 Hz : 706 —1- 10

bei f = 5000 Hz : 44-gi 6,2: 10-0

Wenn man jetzt die Werte 0,063, 0,25, 1 und 6,2 auf der Senkrechten mit dem Wert 1 auf der Waagerechten verbindet, fo erhält man: 1, 1,04 1,4 und 6,3 MQ als refultierende Werte. Das find in unferem Fall die refultier enden Leitwerte in 10° ausgedrückt. Diefe Leitwerte muß man in Widerftände zu- rückverwandeln. Es ergeben fich dann als refultierende Widerftände: bei f 50 Hz : 1 MS, f = Mi Hz : 0,96 ML, f = 800 Hz : 710 KO, f = 5000 Hz : 160 KO.

Entfprechend wird auch die Parallelfdıaltung einer Selbftinduk- tion mit einem Ohmfchen Widerftand berechnet.

6. Reihenfchaltung zweier Kapazitäten.

Schaltet man zwei Kapazitäten in Reihe, fo muß man ihre Leit- werte addieren. Man kann die Redinung auch nach Bild 1 durdh-

. führen, indem man auf einer Waagerechten die beiden Kapazitäts-

größen als Senkrecte errichtet und vom Schnittpunkt der Diago-

nalen ein Lot auf die Waagerechte fällt. Den Wechfelfiromwider-

N der refultierenden Kapazität entnimmt man dann aus |

Beifpiel(fiehe Bild 1): Ein Kandenfator von 8000 pF wird parallel zu einem Kondenfator van 5000 pl’ gefihalteı. Wie groß ift die entftandene Kapazität? Man errichtet auf einer Waagerechten eine Senkrechte von 8 cm und eine Senkrechte von 5 cm. Nun verbindet man die gegenüberliegenden Punkte D mit U und C mit A. Ein Lot von dem Schnittpunkt E auf die Waagenredhte

A—B gefällt, ergibt die Linie E—F, die eine Länge von 3,1 cm hat. Die reful- tterende Kapazität beträgt alfo 3100 pF.

7. Parallelfchaltung zweier Kapazitäten.

Wenn man zwei Kondenfatoren parallelfchaltet, fo ergibt fich die refultierende Kapazität durch einfache Addition. Den Wechtel- ftromwiderftand der refultierenden Kapazität entnimmt man dann

aus Bild 2,

Beifpiel: Ein Kondenfator von 8000 pF wird mit einem Kondenfator von 5000 pF parallel gefchaltet. Wie hoch ift die refultierende Kapazität? Es ergibt fih ein Wert von 8000 —- 5000 —= 13000 pF.

8. Reihenfchaltung zweier Selbftinduktionen.

Man muß unterfcheiden, ob die beiden Spulen aufeinander kop-,

peln oder nicht. Sind die beiden Spulen fo aufgeftellt, daß fie fich nidıt gegenfeitig beeinfluflen, und find fie gleichfinnig gewickelt, fo addieren fich ihre Selbfünduktionen. Den Wechfelltromwider- ftand der refultierenden Selbftinduktionen entnimmt man dann

aus Bild 3.

Beifpiel: Eine Spule von 0,8 mH fei mit einer Spule von 0,5 mH entkoppelt in Reihe gefcaltet. Es ergibt fih eine refultierende Selbftinduktion von + 05 = 13 m#H.

Koppeln die Spulen aufeinander, fo muß das Refultat noch mit einem Kopplungsfaktor multipliziert werden. Ihre Selbftinduktion ift dann größer, als wenn fie nicht aufeinander koppeln. Den engften Fall der Kopplung haben wir, wenn die zweite Spule als Fort- fetzung der erfien Spule auf demfelben Spulenkörper im gleichen Windungsfinn weitergewickelt wird. In diefem Fall erhöht fich die Selbftinduktion und damit der Wechfelftromwiderftand der Spule mit dem Quadrat der Windungszahl.

Beifpiel: Eine Spule von 50 Windungen habe eine Selbfiinduktion von 0,2 mH. Wickelt man noch weitere 50 Windungen zu, ift die Windungszahl alfo jetzt 2X 50 Windungen, fo hat fich die Selbftiinduktion um das 2? vierfache erhöht und beträgt jetzt 4 : 02 —= 0,8 mH. Entiprechend ift der Wechfelftromwiderftand der Spule auch um das vierfache geftiegen.

Ein derartiger Fall ift bei Gegentaktichaltungen zu beachten. Bei der KDD 1 beträgt der optimale Außenwiderftand von Anode zu Anode 10000 2. Der Wechfelitromwiderftand von der Mittel- anzapfung des Transformators zu einer Anode beträgt nun nicht etwa 10000 :2 = 5000 2, fondern 10000 :4 2500 Q. Oder eine andere Möglichkeit: Man gebraucht eine Ausgangs- drofiel, bei der man 3500 2 und 7000 2 abgreifen kann. Wenn die Drofiel einen Gefamtwiderftand von 7000 © bei einer beftimmten Frequenz (f = 800...1000 Hz) hat, fo ift die Anzapfung von 3500 nicht etwa bei der halben W indungszahl, fondern an einer Stelle, die dem Y 2. Teil der Gefamtwindungszahl entfpricht, alflo Windungszahl x 0,7. Sind die Spulen gegenfinnig gewickelt und koppeln aufeinander, fo wird die Selbftinduktion kleiner, als der Additionswert beider 2 ulen. Entfprechend wird auch der Wedlielftromwiderftand einer.

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Bild 3. Wechfelffromwiderftand einer Selbftinduktion (Spule) in Abhängigkeit von der Frequenz.

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9, Parallelfchaltung zweier Selbftinduktionen.

Schaltet man zwei Selbftinduktionen parallel, fo addieren hıch die beiden Leitwerte, wenn beide Spulen entkoppelt angebradit wer- den. Außerdem hängt der Wechfelftromwiderfiand vom Windungs- finn der Spulen zueinander ab. Koppeln die Spulen aufeinander, fo erhält man durch eine Addition der l.eitwerte keine genauen Refultate mehr. Die refultierende Selbftinduktion und damit der Wechfelftromwiderfiand wird noch durdı den Kopplungsfaktor beeinflußt. Auf jeden Fall ift die Gefamtinduktion kleiner. als die der kleinften Spule. Entfpredhend verhält fich audı der refultie- rende Wechtelfiromwiderftand.

10. Reihenfchaltung einer Selbitinduktion und einer Kapazität.

Schaltet man eine Selbftinduktion und eine Kapazität hinterein- ander, fo ergibt fıch als refultierender Widerftand die Differenz beider Blindwiderftände. Da eine Spule aber außer dem indukti- ven Widerftand (Blindwiderftand) noch einen Ohmfchen Verluft- widerftand (Wirkwiderftand) hat, ift diefer Verlufiwiderftand zum refultierenden Differenzwiderftand ‚geometrifch hinzuzuaddieren. Fine derartige Reihenfchaltung hat im Refonanzfall den kleinften Widerftand, da induktiver und kapazitiver Widerftand gleidı groß find. Der Widerfiand einer folchen Reihenfchaltung entipricht im Refonanzfall dem Ohmfchen Verluftwiderftand. (Die Verluftwider- fiände von Spule und Kondenfator find zufammenzuaddieren,) Eine Reihenfchaltung von Spule und Kondenfator ift infolgedeflen als Saugkreis zu verwenden: je verluftfreier Kondenfator und Spule find, einen deito kleineren Widerftand fetzt diefer Kreis der Refonanzfrequenz entgegen,

Beifpiel: Mit einer Spule, die eine Selbftinduktion von 0,7 mH hat, loll ein Saugkreis für 468 kHz aufgebaut werden. Wie groß muß der Kondenfator fein, der mit der Spule in Reihe zu fchalten ift?

Nach Bild 3 hat eine Spule mit einer Selbftinduktion von 0,7 mH einen Wech- felftromwiderftand von 2050 Q. Da bei 468 kHz Refonanz auftreten foll, muß bei diefer Frequenz der Widerfiand des Kondenfators genau gleich groß fein. Das ift, wie man aus Bild 2 entnehmen kann, der Fall bei einem Kondenfator von 170 pF.

Eine weitere Frage: Wie groß ift der Widerftand diefes Saugkreifes bei einer Wellenlänge von 300 m = 1000 kHz —= 1 MHz? Der Ohmfc&e Verluftwider- ftand der Spule fei 50 Q, der des Kondenfators fei zu vernacdläfligen. Nadı Bild 3 it der Widerftand ciner Spule von 0,7 mlI bei 1 MHz = 4400 2, der Widerftand eines Kondenfators nach Bild 2 950 ©. Es ergibt fich ein Gefamt- widerftand von 4400 950 —= 3450 2. Diefer Widerftand ift hintereinander- gefchaltet mit dem Ohmfchen Widerftand der Spule von 509. Da diefer Ohmtche Widerftand viel kleiner als 1/10 des Kreiswiderftandes ift, ändert fich der Gefamtwert nur unwefentlich. Es beträgt der Widerftand diefes Saugkreifes bei f = 1 MHz alio 3450 ©.

11. Parallelfchaltung einer Spule und eines Kondeniators.

Bei Parallelfihaltung einer Spule und eines Kondenfators ent- fpricht der refultierende Leitwert der geometrifdıen Subtraktion des induktiven und kapazitiven Leitwertes. Hinzu kommt noch die Reihenfchaltung des induktiven und kapazitiven Verluftwiderftan- des. Hierdurdı entfteht zur Beredinung des refultierenden Wider-

Links: Bild 4 Winkel zur geometri- fchen Addition zweier Wechielftromgrößen.

ftandes bzw. des refultierenden Leitwertes eine komplizierte Fior- mel. Da der Verluftwiderftand in einigermaßen hodıwertig auf- gebauten Kreifen als klein gegenüber dem induktiven und kapa- zitiven Widerftand angenommen werden kann, vereinfacht fidh

die Formel im Refonanzfall zu ® = TR

Eine Parallelfchaltung von Spule und Kondenfator ift gut als Sperrkreis (Schwungradkreis) zu verwenden, da fie der Refonanz- frequenz den größten Widerftand entgegengefetzt. Der Refonanz- widerftand eines Sperrkreifes ifl um fo größer, je kleiner die Ver- luftwiderftände von Spule und Kondenfator find, und je größer

das Verhältnis - ift. Es ift aber zu bedenken, daß mit größer

werdendem L zugleidı auch der Verluftwiderftand R anwädltt. Der Ohmfche Widerfiand wächfi im Verhältnis der Windungszahl, die Selbftinduktion dagegen wäcdrhft im Quadrat der Windungs- zahl, fo daß bei gleichbleihendem Drahtquerfchnitt fcheinbar aut jeden Fall mit der Vergrößerung der Selbftinduktion und Ver- kleinerung der Kapazität die Güte des Kreifes wächft. Durdı den „Haut-Effekt‘“ wächft der Verluftwiderftand mit größer werden- der Windungszahl aber in größerem Maßftab an. Außerdem kommt hinzu. daß man mit Vergrößerung der Windungszahl evtl. zu kleinerem Drahtquerfdinitt übergehen muß. Es ift alfo von Fall zu Fall zu erwägen, ob eine Verbeflerung des Verhältniffes

C auch wirklic. einen Gewinn bringt.

Reilpiel: Bei einer Spule mit einer Selbftinduktion von 0,7 mH und einem Verluftwiderfiand von 50 © ift ein Kondenfator von 170 pF parallel zu falten. Wie groß ift der Widerftand diefes Schwungkreifes im Refonanzfall?

L 0,7. 02 u G-R 10° - 170 - 50 \un intereffiert in vielen Fällen audı, für welche Frequenz ein Schwungkreis als Sperrkreis wirkt oder wie ein Sperrkreis für eine beftimmte Frequenz aufgebaut fein muß. In der Refonanz-

83 kQ,

Heft a 53

formel für Sperrkreife tritt die Frequenz gar nicht in Erfcheinung. Parallelrefonanz tritt genau wie Serienrefonanz dann auf, wenn der induktive Widerfiand gleih dem kapazitiven Widerftand ift. Man kann infolgedeflen die Refonanzfrequenz eines Sperrkreifes aus den Bildern 2 und 3 entnehmen, indem ınan die Linie für die Selbftinduktion und die Kapazität verfolgt, bis man bei beiden einen gleichen Widerftand bei einer beftiimmten Frequenz feft- ftellt. Ebenfo kann man bei gegebener Selbftinduktion die not- wendige Kapazität für eine beftimmte Refonanzfrequenz beftim- men und umgekehrt. In dem angezogenen Beifpiel von L = 0,7 mHi und C = 200 pF beträgt beifpielsweife die Refonanzfrequenz 468 kHz. Sie ift alflo ebenfo groß wie bei der Reihenrefonanz- fchaltung. Der große Unterfchied zwifchen beiden Schaltungen ift aber der, daß bei einer Reihenrefonanzfchaltung der Refonanz- frequenz der kleinfte und bei Parallelrefonanz der größte Wider- fiand entgegengefetzt wird. Es liegt auf der Hand, daß in Röhren- fchaltungen als Abftimmkreife nur Schwungkreife verwendet wer- den dürfen, da fowohl der Gitterwiderftand als auch der Außen- widerftand der Röhren bei Spannungsverftärkung fo groß wie nöglich fein muß.

Beifpiel: Es fei eine Spule mit einer Selbftinduktion von 2 mHl gegeben. Wie groß